100-Tage-Interview: Gemeindereferent Eduard Gasser

100-Tage-Interview: Gemeindereferent Eduard Gasser

Der neue Gemeindeausschuss von Nals ist nun 100 Tage im Amt. Wir nehmen dies zum Anlass, unserer Gemeinderegierung einige Fragen zu stellen; heute Gemeindereferent Eduard Gasser:

 

Du bist nun seit etwas mehr als drei Monaten im Amt – fühlst Du Dich wohl in Deiner Rolle?

Die Mitarbeit im Ausschuss ist eine interessante Aufgabe und Erfahrung. Ich war ja schon vor mehreren Jahren für einige Zeit im Gemeindeausschuss tätig, sodass ich die Mitarbeiter und die Abläufe ziemlich gut kenne. Diese Erfahrung möchte ich nutzen, um in meinem Aufgabenbereich die anfallenden Aufgaben einer Lösung zuzuführen, aber auch, um die neuen Referenten in ihrer Arbeit zu unterstützen.


Wie lautet Dein erstes Fazit: Waren es erfolgreiche erste 100 Tage?

Die gute kommissarische Verwaltung im letzten Jahr hat es ermöglicht, dass der Umbau im ehemaligen Gasthof Sonne fast abgeschlossen ist und die Arbeiten zur Erweiterung des Kindergartens nun ausgeschrieben werden konnten. Auch verschiedene andere Probleme konnten einer Lösung zugeführt werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle besonders dem Kommissär Rudolf Bertoldi, aber auch Klaus Runer und allen Mitarbeitern der Gemeinde für ihre Arbeit herzlich danken.
Trotzdem muss man zur Kenntnis nehmen, dass ein Kommissär allein nicht die gleiche Arbeit erbringen kann wie 5 Gemeindeasschussmitglieder. Deshalb fallen jetzt einige Arbeiten an, die letztes Jahr notgedrungen aufgeschoben wurden, wie z.B. Bauleitplanänderungen oder die Planung neuer Projekte. Die ersten 100 Tage waren zwangsläufig geprägt von gegenseitigem Kennenlernen, von Weiterführung der normalen Verwaltungstätigkeit, von ersten Kontakten mit übergeordneten Stellen wie Gemeindenverband, Bezirksgemeinschaft und Landesämtern und vom Ausloten der finanziellen Möglichkeiten.
Die Beurteilung, ob diese Zeit erfolgreich war, möchte ich Anderen überlassen.


Worauf hast Du den größten Fokus gelegt?

In dieser ersten Zeit habe ich mich bemüht, mich in die anfallenden Arbeiten meines Aufgabenbereiches einzuarbeiten, aber auch gemeinsam mit den anderen Referenten Aufgaben anzugehen, die über den Kompetenzbereich eines einzelnen Gemeindereferenten hinausgehen, wie z.B. die neue Bauordnung. Wichtig erscheint mir auch die Bereitschaft zum Gedankenaustausch im Gemeinderat, wir sind ja schließlich dessen verlängerter Arm.


Wie läuft die Zusammenarbeit im Gemeindeausschuss?

Die Zusammenarbeit im Gemeindeausschuss empfinde ich als sehr angenehm, alle arbeiten mit Begeisterung und Einsatz mit, der Umgang ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Die Tatsache, dass alle Ausschussmitglieder durch ihre berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit schon Verwaltungserfahrung haben, ist für unsere Arbeit sicher von Vorteil.


Was steht in den nächsten hundert Tagen auf dem Programm?

In den nächsten 100 Tagen werden wir gemeinsam mit dem Gemeinderat darangehen, Weichen für die Zukunft zu stellen. Das bedeutet, dass wir entscheiden müssen, welche Projekte in welcher Reihenfolge anzugehen sind, wobei wir aber auch die Flexibilität haben müssen, auf unverhoffte Chancen und etwaige Hindernisse schnell zu reagieren.
Daneben steht viel unscheinbare aber arbeitsintensive Kleinarbeit an, die für die Lebensqualität in unserer Gemeinde aber sehr wichtig ist, wie die Überarbeitung der Müllgebührenordnung und ähnliches.